GPT-6 Sol und Luna teilen komplexe und hochvolumige Arbeit.
OpenAI führt mit GPT-6 Sol ein Modell für komplexe Coding- und Agentenabläufe und mit GPT-6 Luna eine günstigere Klasse für fokussierte Aufgaben ein. Beide API-Modelle unterstützen bis zu 1.05 Millionen Kontexttokens und 128'000 Ausgabetokens. Sol kostet 2 US-Dollar pro Million Eingabetokens und 10 Dollar pro Million Ausgabetokens; Luna 0.10 beziehungsweise 0.50 Dollar.
Einordnung: Der Listenpreis ist nicht der Gesamtpreis einer Aufgabe. Ab mehr als 272'000 Eingabetokens verdoppelt sich der Eingabepreis; die Ausgabe kostet das 1.5-Fache. Regionale Verarbeitung verteuert sich um zehn Prozent, EU-Datenresidenz ist laut Dokumentation nur im Standardmodus verfügbar. Der praktische Fortschritt ist die breitere Kostenstaffelung, nicht allein das Kontextfenster.
OpenAI: GPT-6 Sol ↗ · OpenAI: GPT-6 Luna ↗ · GitHub-Verfügbarkeit ↗
Claude Opus 5.5 setzt auf Effizienz statt nur auf einen neuen Bestwert.
Anthropic hat Claude Opus 5.5 für Claude, seine API und Amazon Bedrock, Google Cloud Vertex AI sowie Microsoft Foundry veröffentlicht. Der API-Preis beträgt 4 Dollar pro Million Eingabetokens und 20 Dollar pro Million Ausgabetokens; schnelles Serving kostet 8 beziehungsweise 40 Dollar.
Einordnung: Anthropic meldet rund 40 Prozent geringere typische Arbeitskosten als bei Opus 5 und mehr als 30 Prozent höhere Ausgabegeschwindigkeit. Das sind Anbieterangaben. Externe Fachleute testeten das Modell vorab auf Risiken, doch die veröffentlichten Leistungs- und Kostenvergleiche sind kein unabhängiger Marktbenchmark. Anthropic weist selbst darauf hin, dass Benchmarkabstände unzuverlässiger werden.
Anthropic, 22.09. ↗ · Reuters, 22.09. ↗
Banken sehen Schutzlücken beim Einkauf durch KI-Agenten.
Banken aus mehreren Ländern warnen, dass autonome Shopping-Agenten bestehende Regeln zu Zahlung, Datenschutz, Betrug und Entschädigung überholen könnten. Genannt werden unsichere Zahlungswege, die Weitergabe sensibler Finanzdaten, manipulative Empfehlungen und unklare Haftung bei Fehlkäufen.
Einordnung: Die Banken fordern Offenlegung von KI-Beteiligung, Schutzmechanismen und Wahlfreiheit. Das ist eine koordinierte Branchenposition, keine beschlossene Regulierung und kein Beleg, dass jeder Agentenkauf unsicher ist. Entscheidend sind konkrete Freigabeschwellen, Datenempfänger und erreichbare Rechtsmittel.
Reuters, 22.09. ↗