Schwelle benennen
Vorab festlegen, welche Fähigkeit, Fehlerrate oder unerlaubte Aktion einen Lauf stoppt. Vage Formeln wie «bei erhöhtem Risiko» reichen nicht.
Werkstatt · 13.09.2026
Ein Agent ist erst dann nützlich, wenn Grenzen, Daten, Freigaben und Messgrössen genauso klar sind wie sein Auftrag.
PRAXISIMPULS · 13.09.2026
KILBI-Vorschlag, kein selbst durchgeführter Test: Eine Sicherheitszusage wird erst prüfbar, wenn Auslöser, Entscheidungsrecht, Belege und Neustart feststehen.
Vorab festlegen, welche Fähigkeit, Fehlerrate oder unerlaubte Aktion einen Lauf stoppt. Vage Formeln wie «bei erhöhtem Risiko» reichen nicht.
Eine benannte Person oder unabhängige Prüfstelle darf pausieren. Dafür braucht sie aktuelle Logs, Modellstand, Tool-Rechte und Vorfallbelege.
Erst nach Ursachenanalyse, korrigierter Grenze und bestandenem Wiederholungstest fortsetzen. Ausnahme und Entscheidung im Audit-Protokoll festhalten.
Aktueller Anlass: Amodeis Pacing-Vorschlag ↗. Der Ablauf ist ein allgemeines Betriebsmuster und keine Behauptung, dass KILBI die angekündigten Prüferprogramme getestet hat.
AGENTENWERKSTATT
Planen, Werkzeuge nutzen und im Hintergrund arbeiten ist nur die halbe Lösung. Der Unterschied entsteht durch Kontrolle, Quellen und Evaluation.
Es standardisiert den Austausch. Rechte, Datenqualität, Rate Limits und Fehlerbehandlung bleiben Aufgaben der Implementierung.
Lesen und Entwerfen kann automatisiert sein. Speichern, Versenden oder Löschen sollte zunächst eine explizite Freigabe verlangen.
Eine kleine Menge echter Fälle zeigt schneller als ein Benchmark, ob Qualität, Laufzeit und Kosten tragfähig sind.
LEITFADEN
Testfälle auswählen, Nacharbeit messen und Abbruchbedingungen prüfen: ein konkreter Prüfplan für einen ersten Pilot.
SECHS EXPERIMENTE
Jeder Versuch endet mit einer kleinen Messung statt mit einer Demo.
Eine repräsentative Sammlung mit OCR strukturieren und per Agentic Search erschliessen. Jede Antwort verweist auf konkrete Seiten oder Dokumente.
Aus einem freigegebenen Quelldokument Bericht, Präsentation, Checkliste und Kurzfassung ableiten. Fachlogik vor dem Export prüfen.
Formular → Validierung → Modell klassifiziert und entwirft → Mensch gibt frei → Workflow versendet und protokolliert.
Günstige Modelle für Alltag und Volumen; stärkere Modelle für tiefe Analyse, komplexe Computerarbeit oder lange Projekte.
Erlaubte Systeme, Abbruchsignal, Audit-Protokoll und Eskalationsweg festlegen. Danach einen Testlauf auslösen, der bewusst ausserhalb der Freigabe liegt.
Originalbehauptung, öffentliche Artefakte, unabhängige Prüfung und offenen Status in vier Spalten erfassen. Unsicherheit nicht mit einer Zahl verdecken.
Deterministisch schreiben, probabilistisch denken: Das Modell darf klassifizieren, planen und formulieren. Wirkungen nach aussen führt ein klarer Workflow aus.
— KILBI Praxisprinzip